Beschäftigung stagniert im vierten Quartal 2025
Nach einigen Quartalen einer leichten Erholung kommt das Beschäftigungswachstum im vierten Quartal 2025 erneut zum Stillstand. Das insgesamt geleistete Arbeitsvolumen bleibt auf dem Niveau des Vorjahres, während die Zahl der Arbeitsplätze leicht um 0,1 % sinkt.
Die Entwicklung unterscheidet sich jedoch deutlich zwischen den Sektoren. In der Industrie und Bauwirtschaft setzt sich der Abwärtstrend fort, mit niedrigeren Beschäftigungszahlen als Ende 2024. Auch in den kommerziellen Dienstleistungen ist ein Rückgang zu verzeichnen, unter anderem im Handel, Transport und in der ITK‑Branche. Nur die nicht‑kommerziellen Dienstleistungen verzeichnen ein leichtes Wachstum, was den allgemeinen Rückgang etwas abfedert.
In der Zeitarbeit nimmt die klassische Leiharbeit weiter ab, während Flexi‑Jobs und andere besondere Beschäftigungsformen deutlich zunehmen.
Auch nach Altersgruppen zeigen sich Unterschiede: Jüngere Arbeitnehmer verlieren an Beschäftigung, während die älteste Gruppe (65+) stark wächst. Dies ist sowohl auf die Anhebung des Rentenalters als auch auf die zunehmende Beliebtheit von Flexijobs bei Rentnern zurückzuführen. Nach Geschlecht bleiben die Unterschiede gering: ein leichter Rückgang bei Männern, stabile Beschäftigung bei Frauen. Regional bleiben Flandern und Wallonien auf Vorjahresniveau, während in Brüssel ein deutlicher Rückgang festzustellen ist.