Flexi-Jobber arbeiten meist zusätzlich zu einer Vollzeitstelle
Ihren Vollzeitjob gegen einen Flexi-Job eintauschen? In der Praxis stellt sich heraus, dass dies viel seltener der Fall ist, als oft angenommen wird. Neue Arbeitsmarktzahlen des LASS für das dritte Quartal 2025 zeigen, dass Flexi-Jobber ihren Zusatzverdienst hauptsächlich zusätzlich zu einer Vollzeitbeschäftigung ausüben. Außerdem sind die Teilzeit-Flexijobber gar nicht so jung, wie oft angenommen wird.
Flexi-Jobs werden immer beliebter
Der Vormarsch der Flexi-Jobs ist ungebrochen.
Im Sommer 2025 gab es erneut mehr Flexi-Jobber (+16%) und Flexi-Jobs (+17%) als ein Jahr zuvor. Der Anstieg erfolgte in allen Flexi-Sektoren. Das Gastgewerbe ist nach wie vor mit großem Abstand der Hauptnutzer von Flexi-Jobs.
„Wir bekommen allmählich ein gutes Bild davon, wer der durchschnittliche Flexi-Jobber ist“, erklärt Jasper Hubeau, Generaldirektor des Finanz- und Statistikdienstes des LASS. „Flexi-Jobber sind etwas häufiger Frauen (52 %) als Männer (48 %), obwohl das Arbeitsvolumen bei den Männern höher ist. Sie sind tendenziell jünger, wobei die Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen am stärksten vertreten ist. Das stärkste Wachstum ist bei der Gruppe der über 65-Jährigen zu verzeichnen, die einen flexiblen Arbeitsplatz mit der Pension verbinden
Meistens zusätzlich zu einer Vollzeitbeschäftigung
Eine neue Erkenntnis über die Kombination von Arbeit und Flexi ergibt sich aus der Grundbeschäftigungsquote, die mindestens 80% betragen muss, um für einen Flexi-Job in Frage zu kommen.
„Wir stellen fest, dass 83% der erwerbstätigen Flexi-Jobber eine Grundbeschäftigungsquote von mehr als 95% aufweisen“, so Hubeau. „Das heißt, dass die große Mehrheit macht ihren Flexi-Job zusätzlich zu einer Vollzeitstelle ausübt. Das widerspricht der Idee, dass Arbeitnehmer ihren regulären Job reduzieren, um einen flexiblen Job ausüben zu können.“
Übrigens bedeutet Vollzeitgrundbeschäftigung nicht zwangsläufig, dass es sich um einen Job handelt. Auch mehrere Teilzeitstellen, die sich zu 100% summieren, gelten als Vollzeitstelle.
Nicht hauptsächlich ein Phänomen der Gen Z
Auch die Zusammensetzung nach Alter liefert überraschende Erkenntnisse. „Es herrscht das Gefühl, dass vor allem die Generationen Y und Z ihre Flexi-Jobs mit einem 80%-Job kombinieren“, erklärt Hubeau. „Aber das stimmt nicht: Nur 15% der 25- bis 39-Jährigen arbeiten nicht Vollzeit in ihrem Hauptberuf."
Über die Zahlen
Die Zahlen stammen größtenteils aus der vierteljährlichen Erklärung des LASS (DmfA) für das dritte Quartal 2025.
Bei dieser Analyse konnten wir zum ersten Mal unsere eigenen Daten mit Daten von Sigedis anreichern, der gemeinnützigen Organisation, die individuelle Arbeitnehmerdaten für die Sozialversicherung verwaltet (und über mycareer.be zur Verfügung stellt). Dadurch erhielten wir einen Einblick in die reguläre Beschäftigungsquote der Arbeitnehmer.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie in der vierteljährlichen Analyse zu Flexi-Jobs (nur auf Niederländisch oder Französisch verfügbar).